Vom Neusiedlersee zum Bodensee

Warum mich Vorarlberg nachhaltig beeindruckt hat

Manchmal beginnt eine Reise schon lange, bevor man in den Zug steigt.

Vorarlberg kannte ich bisher nur oberflächlich. Es war viele Jahre her, seit ich zuletzt dort gewesen war. Diesmal sollte es keine Urlaubsreise werden, sondern eine intensive Business-Tour mit vielen Gesprächen und einem klaren Ziel: neue Kontakte knüpfen, meetUP by ACB persönlich vorstellen, Tagungslocations und Hotels kennenlernen und mein Netzwerk in Vorarlberg ausbauen. Ich fragte mich: Schaffe ich wirklich alle Termine mit öffentlichen Verkehrsmitteln? Wie wird die neue meetUP-Plattform aufgenommen? Kann ich die Menschen für unsere Idee begeistern? Heute weiß ich: Diese Gedanken waren völlig unbegründet.

Schon die Anreise war Teil der Reise

Die Anreise mit dem Klimaticket war überraschend entspannt. Während andere im Stau stehen oder sich über den Verkehr ärgern, saß ich bequem im Zug, genoss die Verpflegung an Bord und hatte etwas, das im Berufsalltag selten geworden ist: Zeit. Zeit zum Nachdenken, Zeit, neue Ideen zu entwickeln, Zeit, mich auf die vielen Gespräche vorzubereiten. Fast acht Stunden Zugfahrt können erstaunlich produktiv sein.

Warum ich trotzdem lieber persönlich vorbeifahre

Natürlich hätte ich viele Termine auch per Teams oder Zoom erledigen können. Aber genau das wollte ich bewusst nicht. Ich wollte die Menschen kennenlernen. Ich wollte ihre Häuser erleben, ihre Arbeitsweise verstehen und spüren, was sie antreibt. Denn irgendwann spricht man nicht mehr nur über das Business. Man erzählt von seinem beruflichen Weg, spricht über Familie, Hobbys oder darüber, warum man seinen Beruf mit Leidenschaft ausübt.

Genau in diesen Momenten entsteht etwas, das in keiner Videokonferenz möglich ist. Aus einem Geschäftskontakt wird ein Mensch. Aus einem Termin entsteht eine Beziehung. Und genau diese Beziehungen sind die Basis für langfristige Partnerschaften.

Mein Zuhause für drei Tage

Mein Quartier bezog ich im Vienna House by Wyndham Martinspark Dornbirn. Schon beim Einchecken hatte ich das Gefühl, nicht einfach Gast zu sein, sondern herzlich willkommen zu sein. Nach kurzer Zeit war man per Du mit dem Team – unkompliziert, sympathisch und angenehm unaufgeregt. Genau so mag ich das.

Mein Business-Zimmer wurde in den nächsten Tagen nicht nur zum Rückzugsort, sondern auch zu meinem kleinen Büro. Zwischen den Terminen beantwortete ich E-Mails, schrieb Gesprächsnotizen und entwickelte erste Ideen für zukünftige meetUP-Beiträge.

Ein besonderes Highlight war für mich das Frühstück. Ich bin viel unterwegs und kenne viele Businesshotels – aber das Frühstücksbuffet im Martinspark spielt definitiv in der ersten Liga. Übrigens habe ich meinen ganz persönlichen Test, wenn ich in einem Hotel übernachte. Ich bestelle fast immer einen lactosefreien Cappuccino. Klingt unspektakulär – ist es aber nicht.

Denn genau in diesem Moment zeigt sich für mich, wie Gastgebermentalität gelebt wird. Manchmal bekommt man einen Blick, der eher sagt: „Das ist jetzt aber umständlich.“ Und manchmal einen Blick, der sagt: „Sehr gerne – selbstverständlich.“ Im Martinspark war es eindeutig die zweite Variante. Freundlich, herzlich und völlig selbstverständlich.

Unterwegs ohne Auto – und plötzlich ziemlich entspannt

Von Dornbirn aus ging es anschließend mit Bahn und Bus zu meinen Terminen nach Feldkirch und Bregenz. Innerhalb Dornbirns war ich meist zu Fuß oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs. Ich gebe zu: Ich war anfangs skeptisch. Mit einem eng getakteten Terminplan ausschließlich auf öffentliche Verkehrsmittel zu setzen, erschien mir zunächst durchaus mutig. Doch bereits nach dem ersten Tag wusste ich:

Es funktioniert. Und zwar hervorragend.

Die Kombination aus Bahn, Bus, kurzen Wegen und guter Taktung macht Geschäftsreisen überraschend komfortabel. Man verbringt weniger Zeit hinter dem Steuer und gewinnt dafür mehr Zeit für Gespräche, Ideen und Networking. Genau so stelle ich mir nachhaltige Business Reisen vor.

Und dann gab es noch eine kleine Szene während einer Zugfahrt, die mir besonders in Erinnerung geblieben ist. Zwei Fahrgäste mit nur sehr geringen Englischkenntnissen waren versehentlich im falschen Zug gelandet. Der Zugbegleiter hätte ihnen die Auskunft auch schnell im Vorbeigehen geben können.

Stattdessen setzte er sich zu den beiden, öffnete Google Translate auf seinem Smartphone und übersetzte geduldig jede Frage und jede Antwort ins Spanische. Das dauerte bestimmt 15 Minuten. Niemand drängte. Niemand wirkte genervt. Für mich war das Servicekultur in ihrer schönsten Form. Denn echter Service zeigt sich nicht dann, wenn alles perfekt läuft, sondern dann, wenn Menschen sich Zeit für andere Menschen nehmen.

Und noch eine kleine Randnotiz: Der Railjet von Feldkirch nach Wien Hauptbahnhof fuhr nach der langen Strecke tatsächlich auf die Minute genau ein. Ehrlich gesagt kann ich mich nicht erinnern, das schon einmal erlebt zu haben. Auch das gehört für mich zu einem funktionierenden Mobilitätskonzept.

Meine drei wichtigsten Erkenntnisse

1. In Vorarlberg reist es sich entspannt

Die Kombination aus hervorragender Bahnanbindung, kurzen Wegen und einem gut funktionierenden öffentlichen Verkehrsnetz macht Geschäftsreisen überraschend komfortabel. Für eine moderne Meeting-Destination ist das ein enormer Wettbewerbsvorteil. Nachhaltige Mobilität ist hier nicht nur ein schönes Schlagwort, sondern funktioniert im Alltag.

2. Stillstand ist keine Option – Innovation ist gelebte Kultur

Wenn ich meine Reise mit einem Satz zusammenfassen müsste, dann wäre es dieser: Vorarlberg gestaltet Zukunft – gemeinsam.

Was mich dabei am meisten fasziniert hat, waren gar nicht einzelne Gebäude oder Investitionen. Es war vielmehr die Haltung dahinter. Ich hatte bei vielen Gesprächen das Gefühl, dass hier gerne nach vorne gedacht wird. Nicht alles muss neu erfunden werden, aber Bestehendes wird weiterentwickelt und immer wieder nach besseren Lösungen gesucht.

im Hintergrund: Seebühne der Bregenzer Festspiele
Light lunch mit Blick auf die Seebühne

Vor meinem Termin im Festspielhaus Bregenz hatte ich noch etwas Zeit. Also machte ich das, was ich auf Geschäftsreisen gerne mache: Ich holte mir beim nahegelegenen Supermarkt einen kleinen Snack und suchte mir ein schattiges Plätzchen auf einer Parkbank direkt an der Seepromenade.

Vor mir der Bodensee, rechts das Festspielhaus und im Hintergrund die berühmte Seebühne.

Ich musste schmunzeln und dachte mir: „Das ist wohl mein persönliches Light Lunch with a View.“
Solche ungeplanten Momente machen für mich Geschäftsreisen besonders. Man hält kurz inne, schaut sich um und geht danach mit etwas mehr Energie in den nächsten Termin.

Ein bemerkenswertes Erlebnis war mein Besuch im Festspielhaus Bregenz. Geschäftsführer Gerhard Stübe nahm sich – ausgerechnet einen Tag vor der Eröffnung der Bregenzer Festspiele – Zeit, mir persönlich das Haus und einen Blick hinter die Kulissen zu zeigen. Das fand ich beeindruckend. Nicht nur wegen des Hauses selbst, sondern weil es zeigt, wie wichtig persönlicher Austausch und Offenheit sein können.

Festspielhaus Bregenz - Grosser Saal
Grosser Saal Festspielhaus Bregenz
Mit Gerhard Stübe vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele
Mit Gerhard Stübe vor der Seebühne der Bregenzer Festspiele
Convention Partner Vorarlberg mit Katrin Preuss & Lisa Rädler 
Convention Partner Vorarlberg mit Katrin Preuss & Lisa Rädler 

Auch beim Besuch von Convention Partner Vorarlberg. ist mir dieser Gedanke wieder begegnet. Die neuen Büroräumlichkeiten am CAMPUS V haben mir mit ihrer offenen und modernen Gestaltung sehr gut gefallen – ich musste spontan ein bisschen an ein Innovationszentrum denken, nur eben auf Vorarlberger Art.

Spannend fand ich vor allem den neuen Ansatz der Zusammenarbeit: Convention Partner Vorarlberg arbeitet gemeinsam mit Vorarlberg Tourismus und der Wirtschafts-Standort Vorarlberg GmbH unter einem Dach. Für mich eröffnet das interessante Möglichkeiten, Vorarlberg als Tagungsland aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu betrachten: Wirtschaft und Expertise, Tourismus und Rahmenprogramme, Convention Partner als Unterstützung für Veranstalter sowie Hotels und Locations. Dazu kommt das Thema Mobilität.

Genau daraus könnte auch für meetUP by ACB ein spannender Ansatz entstehen: nicht immer nur einen Partner oder ein Haus in den Mittelpunkt zu stellen, sondern eine Destination einmal aus verschiedenen Perspektiven zu erzählen. Ein echter 360-Grad-Blick auf Vorarlberg.

Was mir auf meiner Reise ebenfalls aufgefallen ist: Auch bei der Infrastruktur wird einiges weiterentwickelt. Das Montforthaus Feldkirch habe ich ehrlich gesagt zuerst gar nicht auf die Veranstaltungsräume geschaut, sondern auf das Gebäude selbst. Ich mag gute Architektur – und die Kombination aus moderner, klarer Architektur und der historischen Altstadt hat mir richtig gut gefallen. Das Haus wirkt modern, ohne sich in den Vordergrund zu stellen. Wenn man davorsteht, merkt man erst, wie gut es in das Stadtbild passt.

Auch bei der Messe Dornbirn tut sich einiges. Der Standort wird weiterentwickelt und soll künftig noch stärker für unterschiedliche Veranstaltungsformate genutzt werden. Und gleich daneben entsteht mit Messepark Neu ebenfalls etwas Neues. Der fast 40 Jahre alte Standort wird komplett neu gedacht – mit mehr Gastronomie, Aufenthaltsbereichen, Event- und Seminarflächen und einem neuen Mobilitätskonzept. Das verändert natürlich auch das Umfeld der Messe und macht den gesamten Standort interessanter.

Montfort Haus Feldkirch mit  Stefanie Thurner
Montfort Haus Feldkirch mit  Stefanie Thurner
Monfort Das Hotel mit Elena Öberhöller 
Monfort Das Hotel mit Elena Öberhöller 

Das Hotel Montfort entwickelt sich seit Jahren konsequent weiter und lebt Nachhaltigkeit mit einem bis ins kleinste Detail durchdachten Konzept. Das Seehotel am Kaiserstrand wurde umfassend modernisiert und verbindet heute zeitgemäßes Design mit einer entspannten Wohlfühlatmosphäre – ideal für Business- und Freizeitreisende.

Was aber den größten Eindruck bei mir hinterlassen hat: Niemand denkt nur an sein eigenes Haus. In meinen Gesprächen ging es immer wieder darum, Vorarlberg als gemeinsame Destination weiterzuentwickeln. Dieses Miteinander, dieses Vernetzen und gemeinsame Denken empfinde ich als vorbildlich.

3. Verbindlichkeit schafft Vertrauen

Eine weitere Beobachtung hat mich positiv überrascht. Ich hatte insgesamt acht Gesprächstermine. Keiner wurde abgesagt. Keiner verschoben. Alle fanden wie vereinbart statt. Wer – so wie ich – seit vielen Jahren im Vertrieb tätig ist, weiß, dass das heute längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Diese Verbindlichkeit ist mir besonders in Erinnerung geblieben und sagt für mich viel über die Professionalität und Wertschätzung der Menschen aus.

Und was bedeutet das für meetUP by ACB?

Auch meetUP by ACB war in vielen Gesprächen ein Thema. Dabei sind einige interessante Ideen entstanden, wie wir innovative Betriebe, außergewöhnliche Locations und engagierte Persönlichkeiten künftig gemeinsam auf der Plattform präsentieren können.

Gleichzeitig hat mir die Reise gezeigt, dass wir bei der Positionierung von meetUP noch klarer werden müssen. meetUP by ACB richtet sich an die österreichische Business Event Branche – insbesondere auch an Veranstalter, Agenturen und Unternehmen, die Meetings, Tagungen, Kongresse und Events planen und organisieren.
Wir wollen gute Beispiele zeigen, Innovationen sichtbar machen und Erfahrungen innerhalb der Branche teilen. Denn von Best Practices können Anbieter ebenso wie Veranstalter und Agenturen profitieren.

Ein weiterer Gedanke, der in den Gesprächen immer wieder aufkam: Partner stärker zusammenbringen. Nicht nur einzelne Unternehmen vorstellen, sondern gemeinsam Themen und Formate entwickeln und damit unterschiedliche Perspektiven verbinden. Das möchten wir künftig stärker aufgreifen.

Auch beim Thema Länge gibt es noch Luft nach oben. Einige Beiträge sind zu lang. Hier wollen wir künftig stärker auf den Punkt kommen und jeder Geschichte nur so viel Zeit geben, wie sie tatsächlich braucht.

meetUP by ACB soll sich Schritt für Schritt weiterentwickeln – klarer in der Zielgruppe, kompakter in den Beiträgen und stärker in der Vernetzung innerhalb der Branche.

Mein persönliches Fazit

Als ich die Heimreise nach Podersdorf antrat, war mein Kopf voller Ideen. Ich begann bereits im Zug zu überlegen, welche Betriebe wir unbedingt vor die Kamera holen sollten, welche Persönlichkeiten ihre Geschichten erzählen sollten und mit welchen Formaten wir die Innovationskraft Vorarlbergs sichtbar machen können. Da wurde mir bewusst:

Diese Reise war weit mehr als eine Reihe von Geschäftsterminen. Sie war eine Reise zu Menschen, Ideen und Geschichten. Natürlich wurde ich unterwegs auch kritisch. Ich bin grundsätzlich ein Mensch, der genau hinsieht und Dinge hinterfragt. Perfekt ist bekanntlich niemand. Aber ganz ehrlich:

Während dieser Reise haben die vielen positiven Eindrücke eindeutig überwogen. Die Offenheit der Menschen. Die Verbindlichkeit. Die Innovationskraft. Das gelebte Miteinander.
Und die Bereitschaft, gemeinsam Zukunft zu gestalten. Genau diese Haltung wünsche ich mir für unsere gesamte Branche. Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis meiner Vorarlberg-Reise:

Eine erfolgreiche Destination entsteht nicht allein durch schöne Hotels, moderne Kongresshäuser oder perfekte Infrastruktur. Sie entsteht vor allem durch Menschen, die gemeinsam etwas bewegen wollen.

Ich freue mich schon darauf, viele dieser Geschichten in den kommenden Monaten über meetUP by ACB erzählen zu dürfen.

Meine nächste Reise führt mich nach Tirol. Ich bin schon jetzt gespannt, welche Menschen ich dort kennenlernen werde, welche Ideen entstehen und welche Geschichten darauf warten, erzählt zu werden.

Bis bald in Tirol!

Euer Klaus

Redaktioneller Hinweis:

Dieser Beitrag wurde vor dem 27. September 2026 erstellt und veröffentlicht. Die darin enthaltenen Angaben und Aussagen wurden zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nach den damals geltenden Anforderungen erstellt.

Eine Überprüfung und gegebenenfalls Anpassung an die ab dem 27. September 2026 geltenden Vorgaben der EU-Richtlinie zur Stärkung der Verbraucher für den ökologischen Wandel (EmpCo) ist für bestehende Inhalte gegebenenfalls noch nicht erfolgt.

Wir arbeiten laufend daran, bestehende Inhalte zu aktualisieren und Angaben zu Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekten nachvollziehbar und belegbar darzustellen.

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