Loslassen für den Aufbruch:
Hat die Convention4U 2026 das Zeug, unser Branchen-Mindset grundlegend zu revolutionieren?
Stephan Obenaus

Hat die Convention4U 2026 das Zeug, unser Branchen-Mindset grundlegend zu revolutionieren?
Mal ehrlich: Wie oft sagt ihr bei der Planung von Events und Kongressen den Satz: „Das haben wir aber immer schon so gemacht“? Vertraute Pfade geben Sicherheit. Wer dieses Jahr bei der Convention4U in Zell am See dabei war, hat schnell gemerkt: Sicherheit ist gut, echter Aufbruch entsteht allerdings erst außerhalb der Komfortzone.
Vom 22. bis 24. Juni 2026 verwandelte sich das Ferry Porsche Congress Center in Zell am See in das lebendigste Tagungslabor Österreichs. Das diesjährige Motto der Convention4u – „loslassen. neudenken.“ – war dabei kein leerer Marketing-Slogan, sondern ein kollektives Versprechen an die Zukunft unserer Branche – sehen wir uns an, ob dieses Versprechen gehalten werden kann.
Der Weg ist das Ziel: Neudenken “auf Schiene”
Die Reise in die Zukunft begann dieses Jahr nicht erst am Registrierungs-Counter, sondern bereits im Zug während der öffentlichen Anreise. Im Innovationslabor der WESTbahn wurde die Anreise zum ersten großen Experiment. Während der gemeinsamen Anreise durch die schönsten Gegenden Österreichs, wurde im Inneren der Westbahn bereits eifrig diskutiert, genetworkt und die Köpfe zusammengesteckt. Das Learning daraus? Tagungen dürfen und müssen Mobilität neu begreifen. Die Anreise ist keine verlorene Zeit, sondern kann als Prolog verstanden werden für das, was folgt.
Loslassen als Innovations-Treibstoff
Bei der Convention4U wurde schnell klar: Wenn wir die Events von morgen gestalten wollen, müssen wir alte Muster radikal loslassen. Echte Innovation braucht Freiraum – und den Mut, unvollkommen zu starten.
Die Keynotes gaben dafür den perfekten Takt vor. Vordenker wie Viktor Mayer-Schönberger zeigten eindrucksvoll auf, dass die Digitalisierung und der unaufhaltsame Einzug von Künstlicher Intelligenz keine Bedrohung sind. Im Gegenteil: Sie befreien uns von administrativen Routineaufgaben. Die KI nimmt uns die Fleißarbeit ab – und schenkt uns als Eventprofis das Wertvollste zurück, was wir haben: Zeit für Kreativität, für emotionale Inszenierung und für echte, menschliche Begegnungen.
Trendscout Raphael Gielgen warf mit uns einen Blick auf die Arbeitswelten von morgen. Seine Botschaft hallte im Saal nach: Die Räume, in denen wir uns bewegen, sowohl virtuell als auch physisch, verändern unser Denken. Ein Kongress ist heute kein Ort mehr, an dem man sich passiv berieseln lässt. Er ist ein dynamisches Ökosystem, in dem eines zur zentralen Botschaft reifen kann: “out of the box, into our minds!”
Drei Learnings, die ihr für euren Kongress-Alltag mitnehmen könnt:
- Mut zum Experiment: Es muss nicht immer die „eine perfekte Riesen-Lösung“ sein. Kleine, mutige Veränderungen in der Agenda oder im Raumkonzept bewirken oft Wunder.
- KI als Teampartner sehen: Nutzt technologische Tools, um Freiräume für das zu schaffen, worauf es ankommt – das menschliche Miteinander.
- Formate dynamisieren: Brecht starre Frontalvorträge auf, denkt “out of the box” und lasst Innovation reifen: Teilnehmer:innen wollen mitgestalten, nicht nur zuhören.
Unser Fazit: Die Zukunft ist jetzt
Die Convention4u 2026 hat bewiesen, dass unsere Branche bereit für den nächsten großen Schritt ist. Das Austrian Convention Bureau hat mit diesem Tagungslabor eine Plattform geschaffen, die Mut macht. Mut zum Loslassen. Und noch mehr Mut zum Neudenken.
Jetzt liegt es an uns, die Funken aus Zell am See mit in unsere tägliche Arbeit zu nehmen.
Von 5.-7. Juli ist die Convention4u 2027 in den Lechwelten in Lech Zürs am Arlberg!









